{"id":1957,"date":"2024-08-16T10:42:30","date_gmt":"2024-08-16T08:42:30","guid":{"rendered":"https:\/\/heike-neumann.de\/?page_id=1957"},"modified":"2024-08-16T10:42:30","modified_gmt":"2024-08-16T08:42:30","slug":"troll-in-not","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/troll-in-not\/","title":{"rendered":"Troll in Not"},"content":{"rendered":"\n<div style=\"height:2px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Aus &#8222;Winter und Weihnachten in Pfifferlingen&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Leise tanzten die Flocken zu Boden und bildeten auf den Wegen, den B\u00e4umen und den Pilzh\u00e4uschen eine dicke wei\u00dfe Decke. Viele Kinder sahen aus dem Fenster und tr\u00e4umten vor sich hin. Was sie wohl zu Weihnachten bekommen w\u00fcrden? Sie mussten ja noch ihren Wunschzettel schreiben!<br>Der magische Wald hatte sich in einen Wunder-Funkel-Zauber-Winter-Wald verwandelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Bewohnerinnen und Bewohner von Pfifferlingen hatten sich in ihre Pilzh\u00e4user zur\u00fcckgezogen und auch die Trolle waren in ihren H\u00f6hlen im Wald. Langsam brach die abendliche D\u00e4mmerung herein. Die dicke Schneeschicht machte die ganze Welt leise. Jakob, der freundliche Troll, musste noch einmal aus seiner H\u00f6hle hinaus, um neues Feuerholz f\u00fcr den Ofen hineinzubringen. Auf dem R\u00fcckweg passierte es: Er stolperte \u00fcber seine eigenen F\u00fc\u00dfe! Und Trolle haben gro\u00dfe F\u00fc\u00dfe!<\/p>\n\n\n\n<p>Er fiel hin und weil beide Arme voller Feuerholz waren, konnte er sich nicht mit den H\u00e4nden abfangen. Oje! Seine Beine, die Knie, sogar der Kopf \u2013 alles tat ihm weh und er st\u00f6hnte laut. Doch niemand war da, um ihm zu helfen!<\/p>\n\n\n\n<p>Ob er sich etwas gebrochen hatte? Jakob war ganz alleine und die Schmerzen lie\u00dfen ihm ein paar Tr\u00e4nen die Wange hinunterrollen. Normalerweise freute er sich dar\u00fcber, eine H\u00f6hle f\u00fcr sich alleine zu haben, aber jetzt w\u00fcnschte er sich doch ganz schnell andere Trolle herbei. Oder Wichtel aus Pfifferlingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da fiel ihm etwas ein. Die Zwergenfrau Murka hatte vor vielen Jahren mal kleine S\u00e4ckchen an die Trolle im Wald und die Bewohnerinnen und Bewohner von Pfifferlingen verteilt. Darin war jeweils ein roter Hilfekristall. Diese sollte jeder jede und jeder um den Hals h\u00e4ngen. Wenn sich nun ein Wichtel, ein Zwerg, ein Troll oder ein Kobold alleine im Wald befand und Hilfe brauchte, sollte er das Notfallsystem aktivieren. Das machte man, indem man den Hilfekristall auf den Boden warf, dieser zerspringen w\u00fcrde und alle weiteren Kristalle in den S\u00e4ckchen der anderen w\u00fcrden anfangen, zu summen. Erst leise, dann aber immer lauter. Damit w\u00fcssten alle, dass hier jemand Hilfe braucht!<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem gingen rote Funken von dem alarmierenden Kristall aus, die sich kreisf\u00f6rmig am Boden und in der Luft verteilten. So konnte jeder erkennen, aus welcher Richtung Hilfe ben\u00f6tigt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen Hilfekristall holte Jakob nun aus dem Beutelchen und warf ihn vor sich auf den Boden. Die roten Funken sausten aus der H\u00f6hle hinaus und flitzten \u00fcber den Waldboden, \u00fcber die Wiese vor Pfifferlingen und die Wege im Wichteldorf.<\/p>\n\n\n\n<p>Wieder und wieder breitete sich ein Funkenring aus Jakobs H\u00f6hle heraus aus und auch das Summen der anderen Hilfekristalle blieb nicht unbemerkt.Die Wichtel, Zwerge und Trolle waren alarmiert und aus vielen der Pilzh\u00e4usern traten nun dick angezogene Wesen und machten sich in Gr\u00fcppchen auf den Weg. Die roten Funken wiesen ihnen die Richtung. Elgin, die Trollmutter von Rune und Merrit, war als erste bei Jakobs H\u00f6hle angekommen und rief schon von drau\u00dfen seinen Namen. \u201eJakob? Was ist passiert?\u201c Ein St\u00f6hnen antwortete ihr, als sie eintrat. Da sa\u00df Jakob nun mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden. Er hatte mehrere Sch\u00fcrfwunden und konnte nicht auftreten. \u00dcberall hatten ihn die Feuerholzst\u00fccke getroffen. Wie gut, dass jetzt Hilfe da war! Elgin r\u00e4umte erst einmal das Feuerholz zur Seite, damit die anderen zu Jakob gelangen konnten. Weitere Helferinnen und Helfer kamen. Wichtel, Zwerge und Trolle, auch Heinzelm\u00e4nnchen Micki und der Kobold Skadi waren dabei.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie arbeiteten Hand in Hand und bauten eine improvisierte Trage, um Jakob sicher ins Dorf zu bringen. Sie st\u00fctzten ihn und sorgten daf\u00fcr, dass er sich nicht bewegte, um seine Verletzung nicht zu verschlimmern. Der Troll David rief: \u201eBringt ihn zu Bruno und mir in die H\u00fctte, wir haben ein G\u00e4stebett in Trollgr\u00f6\u00dfe.\u201c Dann wandte er sich an Skadi: \u201eDu kannst doch so schnell rennen, kannst du Shila Bescheid sagen?\u201c Der Kobold nickte und rannte los.<\/p>\n\n\n\n<p>Der gemeinsame Weg zur\u00fcck zum Dorf war nicht einfach, aber die Zusammenarbeit der verschiedenen Helferinnen und Helfer machte es m\u00f6glich. Als sie in der H\u00fctte von David und Bruno ankamen, war die weise Wichtelfrau Shila schon vor Ort. Sie kannte sich gut aus mit Verletzungen und Krankheiten und k\u00fcmmerte sich nun liebevoll um Jakob. Murka und Elgin gingen ihr zur Hand. Auf einmal stand Ocho vor der T\u00fcr. Er hatte eine Sch\u00fcssel s\u00fc\u00dfen Reisbrei gekocht und ihn nun f\u00fcr die Helferinnen und Helfer und nat\u00fcrlich auch f\u00fcr den Verletzten vorbeigebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die Sterne schon hoch am Himmel blinkten, fiel Jakob endlich in einen wohltuenden Schlaf. Seine Verletzungen waren versorgt, er lag im warmen G\u00e4stebett und w\u00fcrde nun ein paar Tage Erholung brauchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Murka und Shila tranken noch einen Kr\u00e4utertee zusammen und unterhielten sich \u00fcber die Rettungsaktion. \u201eDein Hilfesystem hat wirklich gro\u00dfartig funktioniert!\u201c, lobte Shila ihre Freundin. \u201eAlle haben zusammengearbeitet, um Jakob zu helfen.\u201c, erg\u00e4nzte Murka. Dann fragte sie: \u201eEr wird sich doch wieder erholen, oder?\u201c Shila l\u00e4chelte und sagte: \u201eJa, alles wird wieder gut werden. Er hat ein paar t\u00fcchtige Schrammen abbekommen und sein Kn\u00f6chel ist verstaucht. Aber alle Knochen sind heile. David und Bruno werden sich gut um ihn k\u00fcmmern und dann ist er bald wieder hergestellt. Zum Weihnachtstanz um den Tannenbaum wird er vielleicht noch zuschauen m\u00fcssen, aber wenn die Schneegl\u00f6ckchen den Fr\u00fchling ank\u00fcndigen, wohnt er sicher wieder in seiner eigenen H\u00f6hle im Wald.\u201c Die beiden Frauen schwiegen. Sie f\u00fchlten eine gro\u00dfe Dankbarkeit, dass alles gut ausgegangen war und freuten sich \u00fcber den wunderbaren Zusammenhalt der Bewohnerinnen und Bewohner von Pfifferlingen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus &#8222;Winter und Weihnachten in Pfifferlingen&#8220; Leise tanzten die Flocken zu Boden und bildeten auf den Wegen, den B\u00e4umen und den Pilzh\u00e4uschen eine dicke wei\u00dfe Decke. Viele Kinder sahen aus dem Fenster und tr\u00e4umten vor sich hin. Was sie wohl zu Weihnachten bekommen w\u00fcrden? Sie mussten ja noch ihren Wunschzettel schreiben!Der magische Wald hatte sich in einen Wunder-Funkel-Zauber-Winter-Wald verwandelt. Alle Bewohnerinnen und Bewohner von Pfifferlingen hatten sich in ihre Pilzh\u00e4user zur\u00fcckgezogen und auch die Trolle waren in ihren H\u00f6hlen im Wald. Langsam brach die abendliche D\u00e4mmerung herein. Die dicke Schneeschicht machte die ganze Welt leise. Jakob, der freundliche Troll, musste noch einmal aus seiner H\u00f6hle hinaus, um neues Feuerholz f\u00fcr den Ofen hineinzubringen. Auf dem R\u00fcckweg passierte es: Er stolperte \u00fcber seine eigenen F\u00fc\u00dfe! Und Trolle haben gro\u00dfe F\u00fc\u00dfe! Er fiel hin und weil beide Arme voller Feuerholz waren, konnte er sich nicht mit den H\u00e4nden abfangen. Oje! Seine Beine, die Knie, sogar der Kopf \u2013 alles tat ihm weh und er st\u00f6hnte laut. Doch niemand war da, um ihm zu helfen! Ob er sich etwas gebrochen hatte? Jakob war ganz alleine und die Schmerzen lie\u00dfen ihm ein paar Tr\u00e4nen die Wange hinunterrollen. Normalerweise freute er sich dar\u00fcber, eine H\u00f6hle f\u00fcr sich alleine zu haben, aber jetzt w\u00fcnschte er sich doch ganz schnell andere Trolle herbei. Oder Wichtel aus Pfifferlingen. Da fiel ihm etwas ein. Die Zwergenfrau Murka hatte vor vielen Jahren mal kleine S\u00e4ckchen an die Trolle im Wald und die Bewohnerinnen und Bewohner von Pfifferlingen verteilt. Darin war jeweils ein roter Hilfekristall. Diese sollte jeder jede und jeder um den Hals h\u00e4ngen. Wenn sich nun ein Wichtel, ein Zwerg, ein Troll oder ein Kobold alleine im Wald befand und Hilfe brauchte, sollte er das Notfallsystem aktivieren. Das machte man, indem man den Hilfekristall auf den Boden warf, dieser zerspringen w\u00fcrde und alle weiteren Kristalle in den S\u00e4ckchen der anderen w\u00fcrden anfangen, zu summen. Erst leise, dann aber immer lauter. Damit w\u00fcssten alle, dass hier jemand Hilfe braucht! Au\u00dferdem gingen rote Funken von dem alarmierenden Kristall aus, die sich kreisf\u00f6rmig am Boden und in der Luft verteilten. So konnte jeder erkennen, aus welcher Richtung Hilfe ben\u00f6tigt wurde. Diesen Hilfekristall holte Jakob nun aus dem Beutelchen und warf ihn vor sich auf den Boden. Die roten Funken sausten aus der H\u00f6hle hinaus und flitzten \u00fcber den Waldboden, \u00fcber die Wiese vor Pfifferlingen und die Wege im Wichteldorf. Wieder und wieder breitete sich ein Funkenring aus Jakobs H\u00f6hle heraus aus und auch das Summen der anderen Hilfekristalle blieb nicht unbemerkt.Die Wichtel, Zwerge und Trolle waren alarmiert und aus vielen der Pilzh\u00e4usern traten nun dick angezogene Wesen und machten sich in Gr\u00fcppchen auf den Weg. Die roten Funken wiesen ihnen die Richtung. 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Der Troll David rief: \u201eBringt ihn zu Bruno und mir in die H\u00fctte, wir haben ein G\u00e4stebett in Trollgr\u00f6\u00dfe.\u201c Dann wandte er sich an Skadi: \u201eDu kannst doch so schnell rennen, kannst du Shila Bescheid sagen?\u201c Der Kobold nickte und rannte los. Der gemeinsame Weg zur\u00fcck zum Dorf war nicht einfach, aber die Zusammenarbeit der verschiedenen Helferinnen und Helfer machte es m\u00f6glich. Als sie in der H\u00fctte von David und Bruno ankamen, war die weise Wichtelfrau Shila schon vor Ort. Sie kannte sich gut aus mit Verletzungen und Krankheiten und k\u00fcmmerte sich nun liebevoll um Jakob. Murka und Elgin gingen ihr zur Hand. Auf einmal stand Ocho vor der T\u00fcr. Er hatte eine Sch\u00fcssel s\u00fc\u00dfen Reisbrei gekocht und ihn nun f\u00fcr die Helferinnen und Helfer und nat\u00fcrlich auch f\u00fcr den Verletzten vorbeigebracht. Als die Sterne schon hoch am Himmel blinkten, fiel Jakob endlich in einen wohltuenden Schlaf. Seine Verletzungen waren versorgt, er lag im warmen G\u00e4stebett und w\u00fcrde nun ein paar Tage Erholung brauchen. Murka und Shila tranken noch einen Kr\u00e4utertee zusammen und unterhielten sich \u00fcber die Rettungsaktion. \u201eDein Hilfesystem hat wirklich gro\u00dfartig funktioniert!\u201c, lobte Shila ihre Freundin. \u201eAlle haben zusammengearbeitet, um Jakob zu helfen.\u201c, erg\u00e4nzte Murka. Dann fragte sie: \u201eEr wird sich doch wieder erholen, oder?\u201c Shila l\u00e4chelte und sagte: \u201eJa, alles wird wieder gut werden. Er hat ein paar t\u00fcchtige Schrammen abbekommen und sein Kn\u00f6chel ist verstaucht. Aber alle Knochen sind heile. David und Bruno werden sich gut um ihn k\u00fcmmern und dann ist er bald wieder hergestellt. 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