{"id":1386,"date":"2023-03-12T20:12:41","date_gmt":"2023-03-12T18:12:41","guid":{"rendered":"https:\/\/heike-neumann.de\/?page_id=1386"},"modified":"2023-03-12T20:14:39","modified_gmt":"2023-03-12T18:14:39","slug":"ein-besonderer-stein","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/kurzgeschichten-fuer-kinder\/ein-besonderer-stein\/","title":{"rendered":"Ein besonderer Stein"},"content":{"rendered":"\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Aus &#8222;Pfifferlingen-Urlaubsgeschichten&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wichtelm\u00e4dchen Stella war mit Oma und Opa in diesem Jahr an die Ostsee gefahren.<br>\u201eHier gibt es nicht so viel Ebbe und Flut, sondern das Meer ist immer da\u201c meinte Opa, als sie ankamen und ihre Wichtel-Ferienwohnung bezogen. Opa trug Omas schweren Koffer. \u201eWas hast du da nur alles eingepackt?\u201c brummte er. Oma half Stella, das Bett zu beziehen und Stella half Opa, die Tasche f\u00fcr den Strand zu packen.<br>\u201eK\u00f6nnen wir jetzt endlich los?\u201c Stella war ungeduldig. \u201eIch will ans Meer!\u201c<br>Der kurze Fu\u00dfweg war kein Problem und ein paar Minuten sp\u00e4ter war die Standmuschel aufgestellt und Stella planschte mit den F\u00fc\u00dfen in den erfrischenden Wellen. \u201eHier ist dein Sonnenhut!\u201c Oma setzte dem Wichtelm\u00e4dchen einen rosa Stoffhut mit breiter Krempe auf.<br>Ach, was war das sch\u00f6n! Die Sonnenstrahlen glitzerten auf den Wellen und die Zehen spielten im warmen Sand. Stella strahlte! Endlich waren sie angekommen!<\/p>\n\n\n\n<p>Sie drehte sich um und entdeckte, dass ihr Opa inzwischen eine Strandmuschel aufgebaut hatte. \u201eDas ist ja wie ein halbes Zelt!\u201c dachte Stella und lief los. Oma folgte ihr. \u201eSo, der Opa macht jetzt mal eine Pause!\u201c sagte er und legte sich lang hin. Der Kopf lag in der Sandmuschel, der Rest von ihm aber auf dem Sand. Stella grinste. Sie hatte eine Idee! Aus der gro\u00dfen Strandtasche holte sie eine Schaufel und w\u00e4hrend ihrem Opa langsam die Augen zufielen, grub das Wichtelm\u00e4dchen ein Sandloch unter Opas F\u00fc\u00dfe und schichtete einen gro\u00dfen Berg Sand oben auf die F\u00fc\u00dfe drauf. Alles wurde sch\u00f6n festgeklopft und obendrauf steckte Stella noch einen Gashalm, den sie im Sand gefunden hatte. Hihi! Opa wird staunen, wenn er wach wird!<br>\u201eKommst du mit mir wieder zum Wasser, Oma?\u201c Stella half ihr hoch. \u201eWir lassen den Opa noch ein bisschen schlafen.\u201c<br>Stella fand es wundersch\u00f6n, an Omas Hand durch die Wellen zu gehen. Manchmal sp\u00fcrte sie kleine Steinchen an den F\u00fc\u00dfen, dann wieder weicher Sand, in dem ihre F\u00fc\u00dfe ein wenig einsackten. Doch dann bekam Stella Durst und so drehten die beiden wieder um und liefen langsam auf die Strandmuschel zu. Doch auf einmal h\u00f6rten sie einen Schrei! \u201eHilfe! Hilfe! Ich kann meine F\u00fc\u00dfe nicht mehr bewegen!\u201c Das war Stellas Opa, der aufgewacht war und im Halbschlaf nicht gemerkt hatte, dass seine F\u00fc\u00dfe eingebuddelt waren! Er hatte sich m\u00e4chtig erschrocken!<br>Nun halfen alle kr\u00e4ftig mit und holten Opas F\u00fc\u00dfe wieder aus dem Sand heraus. \u201eNa, zumindest haben die keinen Sonnenbrand bekommen!\u201c scherzte Oma und Stella lachte.<br>Nun wollte sie Sandkuchen backen und Opa half mit. Einen Riesenberg herrlicher Sandkuchen stapelte sich kurz danach vor der Sandmuschel. Nun hatte Oma eine Pause und vertiefte sich in ihr Buch. Stellas Oma liebte spannende Krimis!<\/p>\n\n\n\n<p>Dann buddelte Stella einen Moment alleine, denn Opa ging eine \u00dcberraschung holen. Als er wiederkam, hatte er drei gro\u00dfe Eist\u00fcten in den H\u00e4nden! Zitroneneis f\u00fcr Oma, Erdbeereis f\u00fcr ihn selber und Schokoladeneis f\u00fcr Stella. Hach, war das toll! Stellas Gesicht und die H\u00e4nde waren nachher ganz schokoverschmiert, aber das machte nichts. Schlie\u00dflich konnte sie sich ja im Meer sauberwaschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun griff Opa in die Tasche und zog ein neues Bilderbuch heraus! Stellas Opa war der beste Buchvorleser der ganzen Welt! Als er die tolle Geschichte von einem Bl\u00e4tterdrachen beendet hatte, wollte Stella sie gleich nocheinmal h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>So ging der Tag dahin und als es Abend wurde, packten Oma und Opa die Strandmuschel, die Schaufel, das Buch und alles andere in die gro\u00dfe Strandtasche. Doch Stella wollte noch nicht wieder zur\u00fcck in die Ferienwohnung gehen. \u201eWir kommen ja morgen fr\u00fch gleich wieder.\u201c erkl\u00e4rte Oma. Stella nickte. \u201eGleich nach dem Fr\u00fchst\u00fcck?\u201c \u201eNa klar!\u201c best\u00e4tigte ihre Oma.<\/p>\n\n\n\n<p>So machten sie sich auf den R\u00fcckweg. Kurz, bevor der Strand zuende war, sah Stella etwas im warmen Sand glitzern. Sie b\u00fcckte sich und hob es auf. Es war ein Kieselstein, der ein Loch hatte, durch das man hindurchsehen konnte. Er gl\u00e4nzte und glitzerte wie die Sonnenstrahlen auf dem Wasser. \u201eOma! Schau mal! Der ist aber sch\u00f6n!\u201c Ihre Gro\u00dfeltern blickten nun gemeinsam auf den Stein in Stellas Hand. \u201eDas ist ja ein richtiger Schatz!\u201c murmelte ihr Oma und Oma strich vorsichtig mit dem Finger dar\u00fcber. \u201eWirklich toll!\u201c Stella schloss ihre Finger darum und hielt ihn fest. \u201eDiesen Stein nehme ich mir mit! Zuhause mache ich ein Band dadurch und trage ihn so als Kette um den Hals. Dann habe ich immer ein bisschen Urlaub und Strand bei mir!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und so machte sie es auch. Als es Herbst und Winter wurde, erinnerte dieser Stein das Wichtelm\u00e4dchen Stella immer an die wunderbaren Sommertage am Meer mit Oma und Opa.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus &#8222;Pfifferlingen-Urlaubsgeschichten&#8220; Das Wichtelm\u00e4dchen Stella war mit Oma und Opa in diesem Jahr an die Ostsee gefahren.\u201eHier gibt es nicht so viel Ebbe und Flut, sondern das Meer ist immer da\u201c meinte Opa, als sie ankamen und ihre Wichtel-Ferienwohnung bezogen. Opa trug Omas schweren Koffer. \u201eWas hast du da nur alles eingepackt?\u201c brummte er. Oma half Stella, das Bett zu beziehen und Stella half Opa, die Tasche f\u00fcr den Strand zu packen.\u201eK\u00f6nnen wir jetzt endlich los?\u201c Stella war ungeduldig. \u201eIch will ans Meer!\u201cDer kurze Fu\u00dfweg war kein Problem und ein paar Minuten sp\u00e4ter war die Standmuschel aufgestellt und Stella planschte mit den F\u00fc\u00dfen in den erfrischenden Wellen. \u201eHier ist dein Sonnenhut!\u201c Oma setzte dem Wichtelm\u00e4dchen einen rosa Stoffhut mit breiter Krempe auf.Ach, was war das sch\u00f6n! Die Sonnenstrahlen glitzerten auf den Wellen und die Zehen spielten im warmen Sand. Stella strahlte! Endlich waren sie angekommen! Sie drehte sich um und entdeckte, dass ihr Opa inzwischen eine Strandmuschel aufgebaut hatte. \u201eDas ist ja wie ein halbes Zelt!\u201c dachte Stella und lief los. Oma folgte ihr. \u201eSo, der Opa macht jetzt mal eine Pause!\u201c sagte er und legte sich lang hin. Der Kopf lag in der Sandmuschel, der Rest von ihm aber auf dem Sand. Stella grinste. Sie hatte eine Idee! Aus der gro\u00dfen Strandtasche holte sie eine Schaufel und w\u00e4hrend ihrem Opa langsam die Augen zufielen, grub das Wichtelm\u00e4dchen ein Sandloch unter Opas F\u00fc\u00dfe und schichtete einen gro\u00dfen Berg Sand oben auf die F\u00fc\u00dfe drauf. Alles wurde sch\u00f6n festgeklopft und obendrauf steckte Stella noch einen Gashalm, den sie im Sand gefunden hatte. Hihi! Opa wird staunen, wenn er wach wird!\u201eKommst du mit mir wieder zum Wasser, Oma?\u201c Stella half ihr hoch. \u201eWir lassen den Opa noch ein bisschen schlafen.\u201cStella fand es wundersch\u00f6n, an Omas Hand durch die Wellen zu gehen. Manchmal sp\u00fcrte sie kleine Steinchen an den F\u00fc\u00dfen, dann wieder weicher Sand, in dem ihre F\u00fc\u00dfe ein wenig einsackten. Doch dann bekam Stella Durst und so drehten die beiden wieder um und liefen langsam auf die Strandmuschel zu. Doch auf einmal h\u00f6rten sie einen Schrei! \u201eHilfe! Hilfe! Ich kann meine F\u00fc\u00dfe nicht mehr bewegen!\u201c Das war Stellas Opa, der aufgewacht war und im Halbschlaf nicht gemerkt hatte, dass seine F\u00fc\u00dfe eingebuddelt waren! Er hatte sich m\u00e4chtig erschrocken!Nun halfen alle kr\u00e4ftig mit und holten Opas F\u00fc\u00dfe wieder aus dem Sand heraus. \u201eNa, zumindest haben die keinen Sonnenbrand bekommen!\u201c scherzte Oma und Stella lachte.Nun wollte sie Sandkuchen backen und Opa half mit. Einen Riesenberg herrlicher Sandkuchen stapelte sich kurz danach vor der Sandmuschel. Nun hatte Oma eine Pause und vertiefte sich in ihr Buch. Stellas Oma liebte spannende Krimis! Dann buddelte Stella einen Moment alleine, denn Opa ging eine \u00dcberraschung holen. Als er wiederkam, hatte er drei gro\u00dfe Eist\u00fcten in den H\u00e4nden! Zitroneneis f\u00fcr Oma, Erdbeereis f\u00fcr ihn selber und Schokoladeneis f\u00fcr Stella. Hach, war das toll! Stellas Gesicht und die H\u00e4nde waren nachher ganz schokoverschmiert, aber das machte nichts. Schlie\u00dflich konnte sie sich ja im Meer sauberwaschen. Nun griff Opa in die Tasche und zog ein neues Bilderbuch heraus! Stellas Opa war der beste Buchvorleser der ganzen Welt! Als er die tolle Geschichte von einem Bl\u00e4tterdrachen beendet hatte, wollte Stella sie gleich nocheinmal h\u00f6ren. So ging der Tag dahin und als es Abend wurde, packten Oma und Opa die Strandmuschel, die Schaufel, das Buch und alles andere in die gro\u00dfe Strandtasche. Doch Stella wollte noch nicht wieder zur\u00fcck in die Ferienwohnung gehen. \u201eWir kommen ja morgen fr\u00fch gleich wieder.\u201c erkl\u00e4rte Oma. Stella nickte. \u201eGleich nach dem Fr\u00fchst\u00fcck?\u201c \u201eNa klar!\u201c best\u00e4tigte ihre Oma. So machten sie sich auf den R\u00fcckweg. Kurz, bevor der Strand zuende war, sah Stella etwas im warmen Sand glitzern. Sie b\u00fcckte sich und hob es auf. Es war ein Kieselstein, der ein Loch hatte, durch das man hindurchsehen konnte. Er gl\u00e4nzte und glitzerte wie die Sonnenstrahlen auf dem Wasser. \u201eOma! Schau mal! Der ist aber sch\u00f6n!\u201c Ihre Gro\u00dfeltern blickten nun gemeinsam auf den Stein in Stellas Hand. \u201eDas ist ja ein richtiger Schatz!\u201c murmelte ihr Oma und Oma strich vorsichtig mit dem Finger dar\u00fcber. \u201eWirklich toll!\u201c Stella schloss ihre Finger darum und hielt ihn fest. \u201eDiesen Stein nehme ich mir mit! Zuhause mache ich ein Band dadurch und trage ihn so als Kette um den Hals. Dann habe ich immer ein bisschen Urlaub und Strand bei mir!\u201c Und so machte sie es auch. Als es Herbst und Winter wurde, erinnerte dieser Stein das Wichtelm\u00e4dchen Stella immer an die wunderbaren Sommertage am Meer mit Oma und Opa.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":25,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1386","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1386","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1386"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1386\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1388,"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1386\/revisions\/1388"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/25"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1386"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}