{"id":128,"date":"2022-07-17T18:31:58","date_gmt":"2022-07-17T16:31:58","guid":{"rendered":"https:\/\/heike-neumann.de\/?page_id=128"},"modified":"2022-08-31T14:24:05","modified_gmt":"2022-08-31T12:24:05","slug":"kullern-bis-die-aerztin-kommt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/kinderbuecher\/willkommen-im-wichtelland\/kullern-bis-die-aerztin-kommt\/","title":{"rendered":"Kullern, bis die \u00c4rztin kommt"},"content":{"rendered":"\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>\u201eBahn frei! Kartoffelbrei!\u201c Fabio nahm Anlauf und schmiss sich \u00fcber den Rand der Sandkuhle und kullerte lachend den Abhang hinab. V\u00f6llig au\u00dfer Atem kam er unten bei seinen Freunden an. Zwerg Fabio, der Wichteljunge Snorre und der kleine Troll Meik waren unzertrennliche Freude und liebten es, auf dem Spielplatz auf der Waldlichtung herumzutoben. Im nahen Dorfe Pfifferlingen wohnten sie fast nebeneinander und man traf selten einen ohne die anderen beiden an.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sandkuhle war gerade ihr Lieblingsplatz. \u00dcber und \u00fcber mit Sandk\u00f6rnern \u00fcbers\u00e4ht und mit lachenden Gesichtern kamen sie dann wieder im Dorf bei ihren Familien an.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber heute war alles anders: Beim vierten oder f\u00fcnften Herunterkullern nahm Fabio unabsichtlich einen etwas anderen Weg nach unten und schrie pl\u00f6tzlich mitten im Kullern laut auf. Sein Bein blutete! Eine abgebrochene Wurzel, die unter einer Sandschicht verborgen war, hatte einen langen Riss in die Haut auf seinem Bein gemacht! Unten angekommen weinte er laut und aus seinem Bein kamen Blutstropfen. Snorre und Meik rannten zu ihm hin und nahmen ihn in den Arm. Snorre zog schnell sein Shirt aus und dr\u00fcckte es auf die Wunde. \u201eIch hol Hilfe!\u201c rief Meik und rannte wie der Blitz nach Pfifferlingen. Snorre blieb bei seinem Freund, tr\u00f6stete ihn und hielt das Shirt auf der Wunde.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Gl\u00fcck konnte Meik schnell Hilfe holen und Shila, die alte Wichtelfrau, machte sich mit ihrer Tasche und dem geheimnisvollen Zauberstein auf den Weg. Mit ihren alten Beinen war sie noch recht schnell unterwegs und folgte Meik zur Sandkuhle.<\/p>\n\n\n\n<p>Fabio schluchzte immernoch, aber die Wunde blutete nicht mehr ganz so schlimm. Shila besah sich sein Bein. \u201eDie Wunde ist nicht tief, keine Angst\u201c sagte sie, \u201eAber ziemlich lang und wenn du jetzt l\u00e4ufst, blutet sie sicher wieder.\u201c \u201eDann m\u00fcssen wir eine Trage bauen!\u201c Snorre sah sich in der Sandkuhle um, doch St\u00f6cke gab es hier kaum.<br>\u201eLass nur, das kriegen wir hin\u201c sagte Shila und gab Fabio ihren Zauberstein in die Hand. \u201eHalte ihn gut fest! Damit wirst du h\u00fcbsch leicht und wir k\u00f6nnen dich tragen.\u201c Und das stimmte: Snorre und Meik nahmen ihren Freund jeder an einem Arm und ohne M\u00fche konnten sie Fabio ins Dorf bringen, ohne, dass seine F\u00fc\u00dfe den Boden ber\u00fchrten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im blau-gelben Pilzhaus von Fabios Familie angekommen, kam Shila mit hinein, um die Wunde zu versorgen. \u201eKeine Angst, Jungs\u201c, sagte die alte Wichtelfrau noch zu ihnen. \u201eEuer Freund ist bald wieder zum Toben bereit.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Snorre und Meik standen nun vor dem Haus und sahen sich an. \u201eDie Wurzel muss weg! Das ist ja echt gef\u00e4hrlich!\u201c \u201eAber das schaffen wir nicht alleine! Komm, wir holen unsere Eltern!\u201c<br>Nicht viel sp\u00e4ter standen beide Familien an dem sandigen Abhang.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs stimmt schon, wir m\u00fcssen etwas tun, damit sich nicht noch mehr Kinder verletzen,\u201c sagte Bastio, der Trollpapa. \u201eAber wenn wir die Wurzel entfernen, k\u00f6nnte die gro\u00dfe Kiefer da oben den Halt verlieren und umkippen. Der Baum h\u00e4lt sich doch mit den Wurzeln hier im Sand fest\u201c \u201eDa m\u00fcssen wir eine andere L\u00f6sung finden.\u201c meinte Moni, die Wichtelmama von Snorre.<\/p>\n\n\n\n<p>Meik \u00fcberlegte: \u201eUnd wenn wir was draufpflanzen? Irgendwas, was verhindert, dass andere Kinder genau dort wieder spielen und sich verletzen.\u201c Moni nickte. \u201eWildrosen w\u00e4ren eine M\u00f6glichkeit. Die brauchen Sandboden und au\u00dferdem kann man die Bl\u00fcten wunderbar f\u00fcr Sirup oder Marmelade verwenden!\u201c<br>Meik machte ein nachdenkliches Gesicht. \u201eUnd als Kullerschutz? Damit man nicht versehentlich in den Dornen landet?\u201c Bastio grinste \u201eTrollh\u00e4nde sind gut zum Schaufeln. Wir bauen einen Wall und bepflanzen ihn mit Sandgras. Die Wurzeln halten den Sand fest und der Sand h\u00e4lt die Wurzeln fest. So einfach ist das.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><br>Ja, so einfach war es dann auch. Schon am n\u00e4chsten Tag war der Wall aufgesch\u00fcttet. Dann wurden die Rosen besorgt und tats\u00e4chlich: Beim n\u00e4chsten Dorffest gab es eine tolle Brause mit Wildrosensirup aus der Sandkuhle. Fabio, Snorre und Meik lie\u00dfen sich die ganz besonders gut schmecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eBahn frei! Kartoffelbrei!\u201c Fabio nahm Anlauf und schmiss sich \u00fcber den Rand der Sandkuhle und kullerte lachend den Abhang hinab. V\u00f6llig au\u00dfer Atem kam er unten bei seinen Freunden an. Zwerg Fabio, der Wichteljunge Snorre und der kleine Troll Meik waren unzertrennliche Freude und liebten es, auf dem Spielplatz auf der Waldlichtung herumzutoben. Im nahen Dorfe Pfifferlingen wohnten sie fast nebeneinander und man traf selten einen ohne die anderen beiden an. Die Sandkuhle war gerade ihr Lieblingsplatz. \u00dcber und \u00fcber mit Sandk\u00f6rnern \u00fcbers\u00e4ht und mit lachenden Gesichtern kamen sie dann wieder im Dorf bei ihren Familien an. Aber heute war alles anders: Beim vierten oder f\u00fcnften Herunterkullern nahm Fabio unabsichtlich einen etwas anderen Weg nach unten und schrie pl\u00f6tzlich mitten im Kullern laut auf. Sein Bein blutete! Eine abgebrochene Wurzel, die unter einer Sandschicht verborgen war, hatte einen langen Riss in die Haut auf seinem Bein gemacht! Unten angekommen weinte er laut und aus seinem Bein kamen Blutstropfen. Snorre und Meik rannten zu ihm hin und nahmen ihn in den Arm. Snorre zog schnell sein Shirt aus und dr\u00fcckte es auf die Wunde. \u201eIch hol Hilfe!\u201c rief Meik und rannte wie der Blitz nach Pfifferlingen. Snorre blieb bei seinem Freund, tr\u00f6stete ihn und hielt das Shirt auf der Wunde. Zum Gl\u00fcck konnte Meik schnell Hilfe holen und Shila, die alte Wichtelfrau, machte sich mit ihrer Tasche und dem geheimnisvollen Zauberstein auf den Weg. Mit ihren alten Beinen war sie noch recht schnell unterwegs und folgte Meik zur Sandkuhle. Fabio schluchzte immernoch, aber die Wunde blutete nicht mehr ganz so schlimm. Shila besah sich sein Bein. \u201eDie Wunde ist nicht tief, keine Angst\u201c sagte sie, \u201eAber ziemlich lang und wenn du jetzt l\u00e4ufst, blutet sie sicher wieder.\u201c \u201eDann m\u00fcssen wir eine Trage bauen!\u201c Snorre sah sich in der Sandkuhle um, doch St\u00f6cke gab es hier kaum.\u201eLass nur, das kriegen wir hin\u201c sagte Shila und gab Fabio ihren Zauberstein in die Hand. \u201eHalte ihn gut fest! 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Komm, wir holen unsere Eltern!\u201cNicht viel sp\u00e4ter standen beide Familien an dem sandigen Abhang. \u201eEs stimmt schon, wir m\u00fcssen etwas tun, damit sich nicht noch mehr Kinder verletzen,\u201c sagte Bastio, der Trollpapa. \u201eAber wenn wir die Wurzel entfernen, k\u00f6nnte die gro\u00dfe Kiefer da oben den Halt verlieren und umkippen. Der Baum h\u00e4lt sich doch mit den Wurzeln hier im Sand fest\u201c \u201eDa m\u00fcssen wir eine andere L\u00f6sung finden.\u201c meinte Moni, die Wichtelmama von Snorre. Meik \u00fcberlegte: \u201eUnd wenn wir was draufpflanzen? Irgendwas, was verhindert, dass andere Kinder genau dort wieder spielen und sich verletzen.\u201c Moni nickte. \u201eWildrosen w\u00e4ren eine M\u00f6glichkeit. Die brauchen Sandboden und au\u00dferdem kann man die Bl\u00fcten wunderbar f\u00fcr Sirup oder Marmelade verwenden!\u201cMeik machte ein nachdenkliches Gesicht. \u201eUnd als Kullerschutz? 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