{"id":126,"date":"2022-07-17T18:29:11","date_gmt":"2022-07-17T16:29:11","guid":{"rendered":"https:\/\/heike-neumann.de\/?page_id=126"},"modified":"2022-07-17T18:30:41","modified_gmt":"2022-07-17T16:30:41","slug":"woraus-besteht-der-mond","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/kinderbuecher\/willkommen-im-wichtelland\/woraus-besteht-der-mond\/","title":{"rendered":"Woraus besteht der Mond?"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Henni, die freundliche Wichtelfrau, machte sich auf den Weg in ihr Pilzhaus. Sie war bei ihrem Freund Ocho gewesen, der am Rande von Pfifferlingen wohnte. Es war still geworden in dem kleinen Dorf. Rechts und links des Weges wurden die Laternen angez\u00fcndet, denn langsam brach die Dunkelheit herein. Henni erreichte den Marktplatz mit den Dorflinde und sah den strahlenden Mond dar\u00fcber stehen, der sein silbernes Licht \u00fcber das ganze Land strahlen lie\u00df. \u201eWie sch\u00f6n er leuchtet\u201c murmelte Henni. \u201eIch w\u00fcsste doch zu gerne, aus was er wohl besteht.\u201c<br>Da h\u00f6rte sie hinter sich eilige Schritte. Onno rannte hinter seiner Freundin her. Sie hatte ihren Korb mit den Resten des leckeren Rosinenbrotes bei ihm vergessen. \u201eOh, danke!\u201c freute sich Henni. \u201eIch hab gerade den Mond so sch\u00f6n leuchten gesehen und mich gefragt, aus was er wohl besteht.\u201c Ocho sah nun auch nach oben \u00fcber den Wipfel der Dorflinde.<br>\u201eAus Schnee vermutlich\u201c meinte er. \u201eSo wei\u00df und strahlend. Wei\u00dft du noch, als im Winter hier alles verschneit war? Das sah doch ganz \u00e4hnlich aus.\u201c<br>Henni nickte. \u201eJa, das k\u00f6nnte sein. Ich hatte an Federn gedacht. Wei\u00dft du, wie von einem wei\u00dfen H\u00fchnchen oder einem Schwan.\u201c Ocho nickte und murmelte \u201eHmmmm\u201c in seinen Wichtelbart.<br>\u201eAls Kind habe ich gedacht, er sei ein gro\u00dfes G\u00e4nsebl\u00fcmchen oder ein Sch\u00e4fchenpopo.\u201c Henni musste l\u00e4cheln. Von rechts aus dem kleinen Weg waren wieder Schritte zu h\u00f6ren. Schwere, langsame Schritte waren es diesmal. \u201eWas steht ihr denn da und guckt in den Himmel?\u201c h\u00f6rten sie die tiefe brummelige Stimme des \u00e4ltesten Trolls. \u201eBruno, du wei\u00dft das doch bestimmt,\u201c begann Henni und Ocho erg\u00e4nzte: \u201eWei\u00dft du, woraus der Mond besteht?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSolche schweren Fragen zu so sp\u00e4ter Stunde?\u201c meinte Bruno. \u201eIch wollte mir nur noch kurz nach dem Abendessen die Beine vertreten.\u201c Er schwieg und dachte nach. \u201eIch hab mal geh\u00f6rt, er w\u00fcrde aus wei\u00dfem Stein bestehen, aber das kann nicht sein, dann w\u00fcrde er ja runterfallen.\u201c Die anderen beiden sch\u00fcttelten die K\u00f6pfe, dass die Wichtelm\u00fctzenspitzen nur so flogen. Nein, das konnte nun wirklich nicht sein!<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zwergenfrau Susann kam mit ihrem Baby vor ihr Wichtelhaus. Das Kleine wimmerte und Susann streichelte es z\u00e4rtlich. \u201eAch, diese dummen Z\u00e4hnchen! Dass das aber auch so wehtun muss!\u201c Da sah sie Henni, Ocho und Bruno an der Linde stehen und nach oben schauen. Sie lief hin. \u201ePasst ihr auf, dass der Mond nicht hinunterf\u00e4llt?\u201c fragte sie l\u00e4chelnd. Ocho sah sie an und berichtete, dass sie gerade dar\u00fcber nachdenken w\u00fcrden, aus was der Mond wohl bestehen w\u00fcrde. \u201eIch finde ja,\u201c meinte Susann, \u201eEr sieht aus wie ein sch\u00f6ner gro\u00dfer runder K\u00e4se.\u201c \u201e Hmm lecker!\u201c Bruno lief das Wasser in seinem Trollmund zusammen. \u201eHast du nicht gerade gegessen?\u201c fragte Henni grinsend. Aus dem kleinen Weg trat nun David hervor, der mit Bruno zusammenwohnte. \u201eHab mich schon gefragt, wo du steckst.\u201c sagte er zu seinem Trollfreund \u201eDu h\u00e4ttest mir ruhig sagen k\u00f6nnen, dass ihr euch hier treffen wollt.\u201c \u201eDas wusste wohl keiner von uns\u201c erwiderte Ocho und fragte nun David: \u201eWei\u00dft du, woraus der Mond besteht?\u201c \u201eIch hab mir immer vorgestellt, es ist eine runde Laterne, die oben am Himmel h\u00e4ngt.\u201c Das klang f\u00fcr alle sehr logisch. David nahm Brunos Hand. \u201eManchmal ist die Laterne gro\u00df und rund, manchmal auch nur ganz zusammengefaltet wie eine Sichel. Manchmal kann man sie auch gar nicht sehen, weil die Kerze darin nicht brennt. Aber wer auch immer die Mondlaterne zum Leuchten bringt, ich freue mich immer sehr dar\u00fcber, weil es ein tolles Silberlicht macht.\u201c<br>Alle nickten und schwiegen. Sogar Susanns Baby war eingeschlafen. Sie sahen zum Mond empor. Auf einmal begann Henni zu singen und nach und nach fielen alle in den Gesang ein. Ein wunderbarer Chor hallte \u00fcber den n\u00e4chtlichen Marktplatz von Pfifferlingen:<br>\u201eDer Mond ist aufgegangen,<br>die goldnen Sternlein prangen<br>am Himmel hell und klar;<br>der Wald steht schwarz und schweiget,<br>und aus den Wiesen steiget<br>der wei\u00dfe Nebel wunderbar.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dann war es wieder still.<\/p>\n\n\n\n<p>Susann, Henni, Ocho, David und Bruno fl\u00fcsterten noch leise \u201eGute Nacht und schlaft sch\u00f6n\u201c und nach und nach nach gingen sie leise in ihre Pilzh\u00e4user und H\u00f6hlen zur\u00fcck.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Henni, die freundliche Wichtelfrau, machte sich auf den Weg in ihr Pilzhaus. Sie war bei ihrem Freund Ocho gewesen, der am Rande von Pfifferlingen wohnte. Es war still geworden in dem kleinen Dorf. Rechts und links des Weges wurden die Laternen angez\u00fcndet, denn langsam brach die Dunkelheit herein. Henni erreichte den Marktplatz mit den Dorflinde und sah den strahlenden Mond dar\u00fcber stehen, der sein silbernes Licht \u00fcber das ganze Land strahlen lie\u00df. \u201eWie sch\u00f6n er leuchtet\u201c murmelte Henni. \u201eIch w\u00fcsste doch zu gerne, aus was er wohl besteht.\u201cDa h\u00f6rte sie hinter sich eilige Schritte. Onno rannte hinter seiner Freundin her. Sie hatte ihren Korb mit den Resten des leckeren Rosinenbrotes bei ihm vergessen. \u201eOh, danke!\u201c freute sich Henni. \u201eIch hab gerade den Mond so sch\u00f6n leuchten gesehen und mich gefragt, aus was er wohl besteht.\u201c Ocho sah nun auch nach oben \u00fcber den Wipfel der Dorflinde.\u201eAus Schnee vermutlich\u201c meinte er. \u201eSo wei\u00df und strahlend. Wei\u00dft du noch, als im Winter hier alles verschneit war? Das sah doch ganz \u00e4hnlich aus.\u201cHenni nickte. \u201eJa, das k\u00f6nnte sein. Ich hatte an Federn gedacht. 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Schwere, langsame Schritte waren es diesmal. \u201eWas steht ihr denn da und guckt in den Himmel?\u201c h\u00f6rten sie die tiefe brummelige Stimme des \u00e4ltesten Trolls. \u201eBruno, du wei\u00dft das doch bestimmt,\u201c begann Henni und Ocho erg\u00e4nzte: \u201eWei\u00dft du, woraus der Mond besteht?\u201c \u201eSolche schweren Fragen zu so sp\u00e4ter Stunde?\u201c meinte Bruno. \u201eIch wollte mir nur noch kurz nach dem Abendessen die Beine vertreten.\u201c Er schwieg und dachte nach. \u201eIch hab mal geh\u00f6rt, er w\u00fcrde aus wei\u00dfem Stein bestehen, aber das kann nicht sein, dann w\u00fcrde er ja runterfallen.\u201c Die anderen beiden sch\u00fcttelten die K\u00f6pfe, dass die Wichtelm\u00fctzenspitzen nur so flogen. Nein, das konnte nun wirklich nicht sein! Die Zwergenfrau Susann kam mit ihrem Baby vor ihr Wichtelhaus. Das Kleine wimmerte und Susann streichelte es z\u00e4rtlich. \u201eAch, diese dummen Z\u00e4hnchen! Dass das aber auch so wehtun muss!\u201c Da sah sie Henni, Ocho und Bruno an der Linde stehen und nach oben schauen. Sie lief hin. \u201ePasst ihr auf, dass der Mond nicht hinunterf\u00e4llt?\u201c fragte sie l\u00e4chelnd. Ocho sah sie an und berichtete, dass sie gerade dar\u00fcber nachdenken w\u00fcrden, aus was der Mond wohl bestehen w\u00fcrde. \u201eIch finde ja,\u201c meinte Susann, \u201eEr sieht aus wie ein sch\u00f6ner gro\u00dfer runder K\u00e4se.\u201c \u201e Hmm lecker!\u201c Bruno lief das Wasser in seinem Trollmund zusammen. \u201eHast du nicht gerade gegessen?\u201c fragte Henni grinsend. Aus dem kleinen Weg trat nun David hervor, der mit Bruno zusammenwohnte. \u201eHab mich schon gefragt, wo du steckst.\u201c sagte er zu seinem Trollfreund \u201eDu h\u00e4ttest mir ruhig sagen k\u00f6nnen, dass ihr euch hier treffen wollt.\u201c \u201eDas wusste wohl keiner von uns\u201c erwiderte Ocho und fragte nun David: \u201eWei\u00dft du, woraus der Mond besteht?\u201c \u201eIch hab mir immer vorgestellt, es ist eine runde Laterne, die oben am Himmel h\u00e4ngt.\u201c Das klang f\u00fcr alle sehr logisch. David nahm Brunos Hand. \u201eManchmal ist die Laterne gro\u00df und rund, manchmal auch nur ganz zusammengefaltet wie eine Sichel. Manchmal kann man sie auch gar nicht sehen, weil die Kerze darin nicht brennt. Aber wer auch immer die Mondlaterne zum Leuchten bringt, ich freue mich immer sehr dar\u00fcber, weil es ein tolles Silberlicht macht.\u201cAlle nickten und schwiegen. Sogar Susanns Baby war eingeschlafen. Sie sahen zum Mond empor. 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