{"id":1245,"date":"2023-01-21T18:47:20","date_gmt":"2023-01-21T16:47:20","guid":{"rendered":"https:\/\/heike-neumann.de\/?page_id=1245"},"modified":"2023-01-31T09:54:35","modified_gmt":"2023-01-31T07:54:35","slug":"die-rote-osterglocke","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/kurzgeschichten-fuer-kinder\/die-rote-osterglocke\/","title":{"rendered":"Die rote Osterglocke"},"content":{"rendered":"\n<div style=\"height:17px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Aus dem Buch &#8222;Fr\u00fchling in Pfifferlingen&#8220;<br>Dies ist mein Beitrag f\u00fcr den Oster-Kalender von <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.autoren-adventskalender.de\/\" target=\"_blank\">www.autoren-adventskalender.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/heike-neumann.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Titelloses-469-724x1024.jpg\" alt=\"Bildbeschreibung: Eine Wichtelfrau und ein Wichtelmann halten drei Osterglocken fest\" class=\"wp-image-1174\" width=\"241\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/heike-neumann.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Titelloses-469-724x1024.jpg 724w, https:\/\/heike-neumann.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Titelloses-469-212x300.jpg 212w, https:\/\/heike-neumann.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Titelloses-469-768x1086.jpg 768w, https:\/\/heike-neumann.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Titelloses-469-1086x1536.jpg 1086w, https:\/\/heike-neumann.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Titelloses-469-1140x1613.jpg 1140w, https:\/\/heike-neumann.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Titelloses-469.jpg 1240w\" sizes=\"auto, (max-width: 241px) 100vw, 241px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:5px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Freyja, die gute Wichtelfrau, \u00f6ffnete die T\u00fcr ihres Hauses und trat in die Fr\u00fchlingssonne. Sie musste blinzeln, aber dann gew\u00f6hnten sich ihre Augen schnell an das Sonnenlicht. Sie schob den Korb, in dem sie Waldkr\u00e4uter sammeln wollte, \u00fcber ihren rechten Arm und wandte sich nach rechts zum Waldrand hin. Dort angekommen, blieb sie stehen und machte erstaunt gro\u00dfe Augen. Am Rand des magischen Waldes stand doch tats\u00e4chlich eine rote Osterglocke, die neben ihren Nachbarinnen, die wunderbar gelb in der Fr\u00fchlingssonne leuchteten, deutlich herausstach.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie trat n\u00e4her und ohne sie zu ber\u00fchren betrachtete sie die leuchtend rote Bl\u00fcte, auf der auch eine fr\u00fch erwachte Biene herum kletterte. Dort, ganz in der Mitte, lag etwas, das merkw\u00fcrdig aussah. Ein leichtes Glitzern ging von einem kleinen, schimmernden Steinchen aus, welches mitten in dem Bl\u00fctenkelch verborgen lag. Freyja z\u00f6gerte. Sollte sie die Blume ber\u00fchren und wom\u00f6glich das Steinchen in die Hand nehmen? W\u00e4hrend sie noch dastand und sich ihre Wichtelgedanken machte, kam der Troll Bruno um die Ecke. Bruno war um einige Wichtelk\u00f6pfe gr\u00f6\u00dfer als Freyja und beachtete die rote Blume im ersten Moment gar nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch dann blieb auch er stehen und starrte dieses kleine Wunder der Natur erstaunt an.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eHallo Bruno!\u201c sagte Freyja etwas lauter als n\u00f6tig. \u201eHast du eine Idee,\u2026?\u201c Aber Bruno sch\u00fcttelte mit einem kleinen Seufzer den Kopf. \u201eWas auch immer das sein soll, irgendwie sieht es seltsam aus!\u201c Er stupste die Bl\u00fcte mit einem seiner Trollfinger an und es ert\u00f6nte ein leises, leichtes Bimmeln, wie von einer Miniglocke. Aber was war das? Es schwoll immer st\u00e4rker an, wurde zu einem durchdringenden Klingeln und dann zu einem lauten L\u00e4uten, was \u00fcber das ganze Dorf Pfifferlingen hallte.<\/p>\n\n\n\n<p>Freyja mache gro\u00dfe Augen und Bruno zog schnell seine Hand zur\u00fcck und versteckte sie hinter seinem R\u00fccken. Von \u00fcberall aus den Pilzh\u00e4usern des Dorfes schauten nun neugierige Zwergen- und Wichtelgesicher hervor. Trolle blickten aus ihren H\u00f6hlen und Schlupfwinkeln, wo denn wohl dieses L\u00e4uten herkam. Auch der Wichtel Kalle kam aus seinem H\u00e4uschen und wollte wissen, was denn da los sei. Er lief neugierig auf den Waldrand zu, blieb dann aber stehen und wusste nicht so recht, was er tun sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles war wie immer an einem Fr\u00fchlingstag. Die Sonne schien, der Bl\u00fctenduft zog \u00fcber das Land, aber von der roten Osterglocke ging ein ohrenbet\u00e4ubendes L\u00e4uten aus, wie von mehreren kleinen und gro\u00dfen durchdringenden Kirchenglocken. Die Wichtel, Zwerge und Trolle aus Pfifferlingen mussten sich inzwischen schreiend verst\u00e4ndigen. Viele hielten sich auch die Ohren zu, denn so einen Krach machte die kleine Blume.<\/p>\n\n\n\n<p>Da nahm sich Wichtelfrau Freyja ein Herz, streckte die Hand aus und ber\u00fchrte die Bl\u00fcte mit ihrer kleinen Hand. Das L\u00e4uten wurde leiser und leiser. Es wurde zu einem Bimmeln, dann zu einem leisen Klingeln und verstummte schlie\u00dflich ganz. Still war es nun wieder rund um das kleine Dorf Pfifferlingen. Und aus der Osterglocke fiel mit einem leisen PLING das kleine, schimmernde Steinchen heraus.<\/p>\n\n\n\n<p>Als es den Boden ber\u00fchrte, zersprang es und verspr\u00fchte dort Glitzerfunken Dort, wo eben noch das Steinchen gewesen war, erhob sich nun eine kleine Fee.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie flatterte zuerst noch etwas unbeholfen mit den Fl\u00fcgeln, dann aber immer kr\u00e4ftiger und sicherer. Und schwang sich in die Luft. Sie begann zu singen und dieses wunderbare, glockenhelle herrliche Stimmchen erf\u00fcllte wiederum die Luft.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber viel lieblicher war doch dieser Gesang gegen\u00fcber dem lauten L\u00e4uten der Osterglocke!<\/p>\n\n\n\n<p>Es brachte die Menschen zum l\u00e4cheln, singen, tanzen, es brachte wunderbare Gedanken und alle hatten pl\u00f6tzlich das Gef\u00fchl, nie gl\u00fccklicher gewesen zu sein! Sie blickten voller Erstaunen und Freude auf die kleine Fee, die nun \u00fcber ihnen jauchzend und jubelnd ihre Kreise zog.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSo werden also Feen geboren!\u201c murmelte der Troll Bruno.<\/p>\n\n\n\n<p>Er stand am Waldrand, mit den gro\u00dfen Trollh\u00e4nden in den Hosentaschen und sah l\u00e4chelnd dem kleinen, zierlichen Wesen zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Die weise Wichtelfrau Shila kam zum Waldrand, erstaunlich schnell f\u00fcr ihr Alter. \u201eEndlich habe ich es mitbekommen! Jetzt bin ich schon so alt geworden und heute habe ich das zum ersten Mal gesehen!\u201c<br>Flocki, ein noch recht junger Wichtel, kam hinzu und sah Shila fragend an. \u201eAlso ist es wahr, was die alten Geschichten sagen? Dass es nur alle 100 Jahre passiert? Und wir waren jetzt dabei?\u201c Shila nickte. \u201eJa, wir waren wirklich dabei! Was f\u00fcr ein Freudentag!\u201c Bruno war ganz feierlich zumute und als gr\u00f6\u00dfter Troll des Dorfes h\u00f6rten ihm alle zu, als er nun rief: \u201eDas muss gefeiert werden \u2013 mit einem Fr\u00fchlingsfee-Geburtstagsfest!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und so war es dann auch. Noch lange erz\u00e4hlte man sich von diesem Abend. Es wurde gefeiert, getanzt, erz\u00e4hlt und gelacht, gesungen und gejubelt, wie es nur in Pfifferlingen m\u00f6glich war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus dem Buch &#8222;Fr\u00fchling in Pfifferlingen&#8220;Dies ist mein Beitrag f\u00fcr den Oster-Kalender von www.autoren-adventskalender.de Freyja, die gute Wichtelfrau, \u00f6ffnete die T\u00fcr ihres Hauses und trat in die Fr\u00fchlingssonne. Sie musste blinzeln, aber dann gew\u00f6hnten sich ihre Augen schnell an das Sonnenlicht. Sie schob den Korb, in dem sie Waldkr\u00e4uter sammeln wollte, \u00fcber ihren rechten Arm und wandte sich nach rechts zum Waldrand hin. Dort angekommen, blieb sie stehen und machte erstaunt gro\u00dfe Augen. Am Rand des magischen Waldes stand doch tats\u00e4chlich eine rote Osterglocke, die neben ihren Nachbarinnen, die wunderbar gelb in der Fr\u00fchlingssonne leuchteten, deutlich herausstach. Sie trat n\u00e4her und ohne sie zu ber\u00fchren betrachtete sie die leuchtend rote Bl\u00fcte, auf der auch eine fr\u00fch erwachte Biene herum kletterte. Dort, ganz in der Mitte, lag etwas, das merkw\u00fcrdig aussah. Ein leichtes Glitzern ging von einem kleinen, schimmernden Steinchen aus, welches mitten in dem Bl\u00fctenkelch verborgen lag. Freyja z\u00f6gerte. Sollte sie die Blume ber\u00fchren und wom\u00f6glich das Steinchen in die Hand nehmen? W\u00e4hrend sie noch dastand und sich ihre Wichtelgedanken machte, kam der Troll Bruno um die Ecke. Bruno war um einige Wichtelk\u00f6pfe gr\u00f6\u00dfer als Freyja und beachtete die rote Blume im ersten Moment gar nicht. Doch dann blieb auch er stehen und starrte dieses kleine Wunder der Natur erstaunt an. \u201eHallo Bruno!\u201c sagte Freyja etwas lauter als n\u00f6tig. \u201eHast du eine Idee,\u2026?\u201c Aber Bruno sch\u00fcttelte mit einem kleinen Seufzer den Kopf. \u201eWas auch immer das sein soll, irgendwie sieht es seltsam aus!\u201c Er stupste die Bl\u00fcte mit einem seiner Trollfinger an und es ert\u00f6nte ein leises, leichtes Bimmeln, wie von einer Miniglocke. Aber was war das? Es schwoll immer st\u00e4rker an, wurde zu einem durchdringenden Klingeln und dann zu einem lauten L\u00e4uten, was \u00fcber das ganze Dorf Pfifferlingen hallte. Freyja mache gro\u00dfe Augen und Bruno zog schnell seine Hand zur\u00fcck und versteckte sie hinter seinem R\u00fccken. Von \u00fcberall aus den Pilzh\u00e4usern des Dorfes schauten nun neugierige Zwergen- und Wichtelgesicher hervor. Trolle blickten aus ihren H\u00f6hlen und Schlupfwinkeln, wo denn wohl dieses L\u00e4uten herkam. Auch der Wichtel Kalle kam aus seinem H\u00e4uschen und wollte wissen, was denn da los sei. Er lief neugierig auf den Waldrand zu, blieb dann aber stehen und wusste nicht so recht, was er tun sollte. Alles war wie immer an einem Fr\u00fchlingstag. Die Sonne schien, der Bl\u00fctenduft zog \u00fcber das Land, aber von der roten Osterglocke ging ein ohrenbet\u00e4ubendes L\u00e4uten aus, wie von mehreren kleinen und gro\u00dfen durchdringenden Kirchenglocken. Die Wichtel, Zwerge und Trolle aus Pfifferlingen mussten sich inzwischen schreiend verst\u00e4ndigen. Viele hielten sich auch die Ohren zu, denn so einen Krach machte die kleine Blume. Da nahm sich Wichtelfrau Freyja ein Herz, streckte die Hand aus und ber\u00fchrte die Bl\u00fcte mit ihrer kleinen Hand. Das L\u00e4uten wurde leiser und leiser. Es wurde zu einem Bimmeln, dann zu einem leisen Klingeln und verstummte schlie\u00dflich ganz. Still war es nun wieder rund um das kleine Dorf Pfifferlingen. Und aus der Osterglocke fiel mit einem leisen PLING das kleine, schimmernde Steinchen heraus. Als es den Boden ber\u00fchrte, zersprang es und verspr\u00fchte dort Glitzerfunken Dort, wo eben noch das Steinchen gewesen war, erhob sich nun eine kleine Fee. Sie flatterte zuerst noch etwas unbeholfen mit den Fl\u00fcgeln, dann aber immer kr\u00e4ftiger und sicherer. Und schwang sich in die Luft. Sie begann zu singen und dieses wunderbare, glockenhelle herrliche Stimmchen erf\u00fcllte wiederum die Luft. Aber viel lieblicher war doch dieser Gesang gegen\u00fcber dem lauten L\u00e4uten der Osterglocke! Es brachte die Menschen zum l\u00e4cheln, singen, tanzen, es brachte wunderbare Gedanken und alle hatten pl\u00f6tzlich das Gef\u00fchl, nie gl\u00fccklicher gewesen zu sein! Sie blickten voller Erstaunen und Freude auf die kleine Fee, die nun \u00fcber ihnen jauchzend und jubelnd ihre Kreise zog. \u201eSo werden also Feen geboren!\u201c murmelte der Troll Bruno. Er stand am Waldrand, mit den gro\u00dfen Trollh\u00e4nden in den Hosentaschen und sah l\u00e4chelnd dem kleinen, zierlichen Wesen zu. Die weise Wichtelfrau Shila kam zum Waldrand, erstaunlich schnell f\u00fcr ihr Alter. \u201eEndlich habe ich es mitbekommen! Jetzt bin ich schon so alt geworden und heute habe ich das zum ersten Mal gesehen!\u201cFlocki, ein noch recht junger Wichtel, kam hinzu und sah Shila fragend an. \u201eAlso ist es wahr, was die alten Geschichten sagen? Dass es nur alle 100 Jahre passiert? Und wir waren jetzt dabei?\u201c Shila nickte. \u201eJa, wir waren wirklich dabei! Was f\u00fcr ein Freudentag!\u201c Bruno war ganz feierlich zumute und als gr\u00f6\u00dfter Troll des Dorfes h\u00f6rten ihm alle zu, als er nun rief: \u201eDas muss gefeiert werden \u2013 mit einem Fr\u00fchlingsfee-Geburtstagsfest!\u201c Und so war es dann auch. Noch lange erz\u00e4hlte man sich von diesem Abend. Es wurde gefeiert, getanzt, erz\u00e4hlt und gelacht, gesungen und gejubelt, wie es nur in Pfifferlingen m\u00f6glich war.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":25,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1245","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1245","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1245"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1245\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1279,"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1245\/revisions\/1279"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/25"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/heike-neumann.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1245"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}